
[- B3 Wohnhausbrand in Gösing am Wagram -]
Vergangenen Dienstag, dem 21.07.2026, wurden wir um 07:23 Uhr mittels LEA App, Blaulicht-SMS und Sirene gemeinsam mit den Freiwilligen Feuerwehren Gösing am Wagram, Fels am Wagram, Kirchberg am Wagram, Engelmannsbrunn und Hohenwart zu einem B3 Wohnhausbrand nach Gösing am Wagram alarmiert.
Bereits während der Anfahrt war eine schwarze Rauchsäule weithin sichtbar und ließ den Einsatzort bereits aus der Ferne erkennen. Vor Ort erhielten wir die Information, dass der Hausbesitzer das bereits in Vollbrand stehende Gebäude nochmals betreten hatte und deshalb als vermisst galt.
Da der Dachboden mit einer alten Strohdecke ausgestattet war, breitete sich das Feuer rasch aus. Aufgrund der akuten Einsturzgefahr war ein Innenangriff zunächst nicht möglich, weshalb die Brandbekämpfung ausschließlich von außen durchgeführt wurde. 🔥🚒
Im weiteren Einsatzverlauf wurden die Feuerwehren Feuersbrunn, Grafenwörth, Ottenthal, Absdorf, Mühlbach (HL) sowie die Feuerwehr Krems an der Donau mit der Drehleiter nachalarmiert. Zusätzlich wurde der Einsatzunterstützungsstab aktiviert, welcher von Feuerwehrmitgliedern aus St. Andrä-Wördern, Michelhausen und Judenau besetzt war. Dieser unterstützte die Einsatzleitung bei der Dokumentation sowie der Lageübersicht mithilfe einer Drohne. 🚁
Eine weitere große Herausforderung stellte die örtliche Wasserversorgung dar, welche an ihre Grenzen kam. Mithilfe mobiler Wassertanks sowie mehrerer Tanklöschfahrzeuge, die Wasser von weiter entfernten Entnahmestellen zuführten, konnte die Löschwasserversorgung sichergestellt werden. 💧
Nachdem die Lage es zuließ und keine Einsturzgefahr mehr bestand, konnte schließlich ein Atemschutztrupp den Innenangriff durchführen. Nach intensiver Suche wurde die vermisste Person leider nur noch leblos aufgefunden und geborgen. Zur Betreuung der eingesetzten Kräfte wurden anschließend die Feuerwehr-Peers zur psychologischen Unterstützung angefordert.
Nach mehreren Stunden konnten die ersten Feuerwehren wieder einrücken und ihre Einsatzbereitschaft herstellen. Die Feuerwehren des Unterabschnittes blieben weiterhin vor Ort, um Glutnester und verbliebene Brandherde vollständig abzulöschen.
Mit Unterstützung der Fa. @erdbauschopf konnte ein wesentlicher Teil des abgebrannten Gebäudes abgetragen werden. Anschließend wurde das Material von unserer Feuerwehr am Lagerplatz der Firma abgelöscht und in die dafür vorgesehenen Container verladen. 🚜
Gegen 23:00 Uhr konnten auch wir wieder ins Feuerwehrhaus einrücken und unsere Einsatzbereitschaft herstellen. Für die eingesetzten Kräfte vor Ort war der Einsatz damit jedoch noch nicht beendet.
Insgesamt standen rund 140 Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden im Einsatz.
Unser aufrichtiges Beileid gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen. 🕯️
Autor: Oliver Schopf am 22.07.2026 14:54